Nein zu Artikel 13 – Endphase

Ein wenig Politik

Schon damals hat die DSGVO viele unnötige Opfer gebracht. Kleine Webseiten und Foren – welche als Hobby betrieben wurden – habe Ihre Pforten für immer geschlossen. Andere haben sich aufgerappelt und mal etwas getan. Mit Artikel 13 sehe ich jedoch schwarz. So schwarz, dass ich auch ausnahmsweise über Politik schreibe, einem Thema was ich ungern im Internet kundtue. Doch dies betrifft nicht nur einzelne, sondern jede Person die auch nur irgendwie im Netz unterwegs ist. Handelt, bevor es zu spät ist!

Nichts liegt mir ferner als über Politik zu reden, gerade im Internet. Artikel 13 ist hier jedoch ein Sonderfall und wird teilweise auf die Leichte Schulter genommen. Für all jene die das Thema Artikel 13 nicht mitbekommen haben, es wird das Internet wie wir es kennen grundlegend verändern. Artikel 13 bedeutet, dass fast jede öffentliche Anwendung (Webseite, Apps, Online-Dienste) – welche Inhalte von Benutzern erlaubt – einen Upload-Filter benötigt.

Der Upload-Filter ist dafür da, um noch vor dem eigentlichen hochladen zu überprüfen, ob es eine Urheberrechtsverletzung gibt. Dies geschieht vollautomatisch und ist kann auch fehleranfällig sein. Somit können Uploads auch als Urheberrechtsverletzung gewertet werden, selbst wenn hier keine vorliegt. Dies hat zur Folge, dass Artikel 13 eine Zensur vornimmt.

Was wird schon passieren?

Das Internet wird in der Form wie wir es kennen nicht mehr vorhanden Sein. Es werden nur noch Inhalte zugelassen, die durch den Filter kommen. Dies betrifft nicht nur Ersteller von Inhalten sondern auch die Nutzer. Denn wenn der Filter aktiv wird, gibt es auch die Inhalte nicht mehr von Euren Streamern, YouTube-Kanälen, News-Seiten und vieles mehr (auch die „Erwachsenenseiten“ sind betroffen). Memes, und Lustige Facebook-Posts sind für viele dann auch nicht mehr hochzuladen. Das einzige positive ist hier, dass es weniger Minion-Posts von Ü-40 Personen gibt, aber auch die ärgern sich.

Wer ist von Artikel 13 betroffen?

Jede öffentliche Anwendung (Webseite, Apps, Online-Dienste)  ist vom Upload-Filter betroffen die …

  • … älter als 3 Jahre sind,
  • … einen Jahresumsatz von mehr als zehn Millionen verzeichnen,
  • … eine durchschnittliche Besucherzahl von fünf Millionen und mehr haben.

Das schlimme hierbei ist, dass lediglich eine der drei Punkte zutreffen muss. Somit fallen die Meisten Angebote schon wegen den 3 Jahren in das Raster.

Was kann man (noch) tun?

Informiert Euch! Der YouTube Kanal von der Kanzlei WBS hat hierzu diverse Videos veröffentlicht. Hier finden sich auch Maßnahmen, was noch „Jetzt in letzter Sekunde“ gemacht werden kann. Unterschreibt die Online-Petition auf change.org „Stoppt die Zensurmaschine – Rettet das Internet„. Besucht die Seite Save Your Internet und schreibt die Abgeordneten an. Schreibt frei Eure Meinung heraus, warum Ihr gegen Artikel 13 seid. Geht auf Twitter und folgt Julia Reda (@Senficon).

Vor allem, nehmt dieses Thema nicht auf die leichte Schulter. Wir sind alle Konsumenten im Netz und einige auch Produzenten! Es wird vielleicht irgendwo kleine Gesetzeslücken geben, aber darauf zu hoffen ist nicht die Lösung.

Egal wie das Ergebnis sein wird, die nächsten Europawahlen stehen an und man könnte seine Stimme jemanden geben, der sich gegen Artikel 13 ausgesprochen hat.


Noch kein Kommentar zu “Nein zu Artikel 13 – Endphase”

Kommentar hinterlassen

Diese HTML-TAGS stehen dir zur Verfügung:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>