WMF: Pseudonym oder Klarname – wie gebt ihr Euch im Internet?

Fast pünktlich!

Wer sich im Internet bewegt, hat die Wahl zwischen seinem echten Namen oder ein Pseudonym. Vor- un Nachteile haben beide Varianten und das richtige zu finden kann schon eine schwere Angelegenheit sein.

Viel zu spät, aber trotzdem da. In der letzten Woche ist so einiges passiert, was diesen Beitrag fast um eine Woche verschiebt. Sorry sorry sorry!

Gerade wenn man am Anfang mit seiner Webseite / seinem Blog steht kommt oft die Frage auf, wie man denn nun auftritt. Verwendet man den richtigen Namen für mehr Seriosität, einen Spitznamen unter denen Freunde einen kennen oder ein Pseudonym hinter dem man sich versucht zu verstecken. Möglichkeiten gibt es viele und richtig oder falsch sind an sich keine. Da ich selber einige Blogs habe und auch viele betreue, taucht mein Name, Spitzname oder eines meiner Pseudonyme immer öfters auf und kann direkt mit mir in Verbindung gebracht werden. Dieses Thema stand letzte Woche auch beim Webmasterfriday-Blog (www.webmasterfriday.de/blog/pseudonym-oder-klarname-wie-gebt-ihr-euch-im-internet) im Raum

Fragerunde!

Wie findest du das und wie gehst du damit um? Es kommt auf den Bereich drauf an. Bei „privaten“ Blogs finde ich dies soweit okay. Auch bei Personen, die sich unter diesen Namen im Internet bekannt gemacht haben (Bsp. über YouTube mit Nischen-Videos). Bei Unternehmensseiten sieht es da schon eher unpassend aus, wenn ein neuer Beitrag von „Drachentöter Herbert“ eingereicht wurde. Dies könnte sich aber auch mit der Zeit ändern, war es vor nicht allzu langer Zeit auch verpönt im Unternehmen einen Blog zu haben, so haben doch viele schon diesen Kanal für sich entdeckt.

Nutzt du auch einen erfundenen Aka-Spitznamen? Einen? Für diverse Tätigkeiten verwende ich unterschiedliche Namen. Im Bereich Gaming und Nerd-Kram verwende ich Tüddeldraht (oder Tüddel), im Technik Bereich bin ich als Technik-Werner bekannt (Webseite folgt irgendwann mal!) und bei „normalen“ Beiträgen komme ich mit dem Klarnamen daher. Schwierig wird es dann sich zu entscheiden, welcher Name wo verwendet wird, überhaupt, wenn sich Themen überschneiden.

Hältst du das auch auf anderen Social-Media-Kanälen durch oder trifft man dich dort unter deinem echten Namen an? Sowohl als auch. Privat trete ich natürlich mit echtem Namen auf, habe aber zum  Beispiel bei Facebook auch für den Blog/Person dich ich quasi verkörpere eigene Seiten (keine Profile). Schwierig ist es dann nur noch alles auseinander zuhalten und nicht versehentlich mit einer „falschen“ Identität zu schreiben.

Stört es euch bei anderen, wenn man nicht weiß, wer sich dahinter verbirgt? Teilweise ist es störend, wenn man nicht weiss, wer sich hinter den Texten versteckt. Allerdings gibt es ja auch das Impressum welches – in der Theorie – vorhanden sein müsste. Manch einer redet sich da aber auch heraus, indem gesagt wird, dass seine Webseite ja privat ist. Dies ist zwar meist richtig, aber der Übergang zu privat und nicht, ist da sehr gering. Für manch einen Anwalt genügt aber schon ein Beitrag über das Lieblingsfutter vom Hund als ein wirtschaftlicher Beitrag und dann heißt es Abmahnung.

Welche Vor- und Nachteile hat es, sich mit echtem Namen (und damit Adresse und Telefon) öffentlich zu „outen“? Anfangs könnte es einem peinlich sein, wenn Freunde oder bekannte einem plötzlich im Internet finden könnten. Weiteres Problem vor allem bei der Adresse und Telefon könnten Werbeanrufe oder unerwünschte Briefe ins Haus kommen.

Hast du schon Sorge gehabt, Opfer von Cyber-Kriminalität zu werden? Anfangs ja, aber ob nun meine Adresse im Internet steht oder sich jemand diese über dritte Wege beshcafft ist fast shcon egal. Auch wenn es kaum einer wahrhaben will, mittlerweile ist das Internet ein Glashaus und Anonymität ist ein Fremdwort.

Gibt es langfristig überhaupt eine Alternative zu den Klarnamen? Man könnte theoretisch mit einem Firmennamen auftreten (wenn vorhanden), allerdings benötigen Firmen auch irgendwo Einträge, welche man sich meist problemlos aus dem Internet holen kann und auch für die Inhalte einer Webseite muss eine Person gerade stehen. Ansonsten wie oben schon erwähnt, sitzen wir in einem Glashaus.

Fazit: Auch wenn es sich viele wünschen, um den echten Namen im Internet kommt man auf kurz oder lang nicht dran vorbei. Irgendwo muss ein Vermerk stehen, wer die Person ist die Inhalte auf der Webseite bereitstellt. Ob man es selber ist oder man einen „Sündenbock“ dafür hat ist eine andere Sache. Auch die Aussage, dass man kein Impressum benötigt, da die betreibende Seite privat ist wird oft falsch interpretiert. Komplett private Seiten gibt es im Internet nicht, jedenfalls sind diese nicht öffentlich und Blogbeiträge schreibt man auch nciht für sich selber, sondern für einen (oder auch mehr) Leser. Sei es drum, ich finde Pseudonyme im Internet super, sofern diese richtig eingesetzt werden.


Ein Kommentar zu “WMF: Pseudonym oder Klarname – wie gebt ihr Euch im Internet?”

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