Urlaub in Kroatien und Bad Meingarten

Sommer, Sonne, Sonnenbrand

Nach über 2 Wochen Abstinenz melde ich mich hier auch mal wieder zu Wort. nach langer Zeit konnte ich endlich mal wieder in den Genus vom Urlaub kommen. Zwar war von meiner Seite eigentlich geplant, dass ich von Kroatien eine Art Urlaubs-Tagebuch verfasse, aber der Mangel an Internet hatte mich daran gehindert. Dies fand ich zwar schade, aber ich hatte dadurch die Möglichkeit auszuspannen ohne jeglichen Gedanken an die digitale Welt zu verlieren, na ja fast…

Am Freitag (17. Juni) stand die Fahrt nach Kroatien an, natürlich wurden vorher keine Sachen gepackt oder sonst etwas organisiert. Nicht nötig zu erwähnen, dass auf der Arbeit am letzten Tag viel los sein musste („Könnten Sie mal eben kurz nebenbei…“) und ich später als erwartet zuhause war. Spontan griff ich in den Kleiderschrank und zog ein paar Klamotten raus. Gaming-/Nerd-Shirts (danke Loot Raider!), Hosen, Schwimmsachen Unterwäsche (Socken wurden nach dem „solange Sie dunkel sind, passen Sie zusammen“-verfahren ausgewählt). Alles in die Tasche gesteckt und so war ein Teil schon fertig. Weiter ging es mit meiner „Medien“-Tasche; Laptop, Kamera sowie Game Boy mit Spielen durften mich auf den Weg begleiten. Zuguter letzt ging es noch in den örtlichen Supermarkt um Wegzehrung zu organisieren.

Nachdem dann alles gepackt und verstaut war, hätte ich mich eigentlich nicht wirklich abhetzen müssen. Ich war gegen 19 Uhr komplett fertig und um 22 Uhr sind wir – Bruder mit Frau und Kindern, meine Mutter und ich – dann losgefahren. Zwölf Stunden Non-Stop nach Kroatien (durfte nicht fahren) sind eine ganz schöne Strecke, überhaupt wenn man nur sitzen kann und nicht wirklich ein Auge zubekommt. Mit dem Game Boy war natürlich auch nichts los, da dieser nicht geladen war und auch das Falsche Kabel mit dabei gewesen ist. Die Autofahrt – soweit ich sie mitbekommen hatte – verlief reibungslos und bis auf einen Halt an der Tankstelle ging es auch komplett durch. Eine nicht nur gefühlte Ewigkeit später hatten wir die Grenze erreicht und nun Hieß es Geld umtauschen. Zweihundert Euro waren es für mich, umgerechnet 1400 Kuna. Klingt zwar viel, aber große Preisunterschiede gab es für mich in den Läden nicht so (meine Zigarillos waren hier sogar teurer als zuhause). Die restliche Fahrt über ging es nur noch schleppend voran, die Temperaturen stiegen (ein hoch auf die Klimaanlage!), Straßen wurden immer kurviger und die Zwischenstopps zum knipsen wurden auch häufiger (immer wieder diese Touristen).

Aber auch die längste Fahrt hat irgendwann mal ein Ende, so auch diese. Bei der Ankunft staunten wir nicht schlecht. Das Haus welches wir für die Woche gemietet hatten sah super aus. Schlicht und auch zweckmäßig. Alles war auf einer ebene, es gab eine kleine Küche Wohnzimmer und genügend Platz für uns Urlauber. Highlight war vor allem der große Pool und die Klimaanlage (19° Celsius FTW!). Als Willkommensgeschenk gab es eine Flasche Wein und süßes Knabberzeug (Keks-Artig) Für den ersten Abend entschieden wir uns dazu den Grill an zuschmeißen. Dieser war ein großer, außenstehender Steinofen mit gewissem Charme.

Der nächste Tag (Sonntag; 19. Juni) war mit dem Erkunden der Örtlichkeiten verplant. So sind wir im anliegenden Dorf umhergewandert und haben uns alles genau angesehen. Mittags ging es zum Restaurant nebenan wo die Große Speisekarte ausgeklappt wurde. Beef Steak (medium) in Pfeffer-Sauce, istrische Kartoffeln und die örtliche Käseplatte hatten mir zugesagt, die anderen aus meiner Familie haben sich mit Cevapcici und Wiener Schnitzel begnügt. Knapp Hundert Euro hat uns dies zusammen gekostet (vier Erwachsene, ein halbwüchsiger und ein Kleinkind), wobei mein Menü den Großteil ausgemacht hatte ;). Die restliche Zeit verbrachten wir im Haus und am Pool.

Am Montag wollten wir aus dem Dorf raus und sind Richtung Krk gefahren. Die Strecke war recht holprig und die engen Kurven erinnerten einen fast schon an eine Fahrt in der Achterbahn. Vor Ort sollte ich mich – als einziger von uns der Englisch sprechen kann – nach einem Bootsverleih erkundigen. Leider mussten wir feststellen, dass dies nicht ganz so einfach ist. Wo man in Deutschland kleine Boote ohne Schein (Überall???) fahren kann, benötigt man in Kroatien schon für einen kleinen Elektromotor einen Führerschein. Einzige Alternative die uns gegeben wurde wäre eine Rundfahrt mit einem Skipper, also jemanden der das Boot für uns fährt. Da dies Preislich nicht ganz so in unseren Rahmen passte, haben wir uns dagegen entschieden (eventuell im nächsten Jahr). Mein Bruder hat sich dann mit seiner Tochter auf eine kleine „U-Boot“-Fahrt gemacht. Wobei U-Boot das falsche Wort war, da das Wasserfahrzeug nicht dazu geeignet war einen Tauchgang zu machen; im Endeffekt war es ein Boot, welches der Form eines U-Bootes aus Kinderbüchern/-filmen entsprach. Währenddessen kümmerte ich mich indes um ein geeignetes Restaurant und wurde mit einem italienischen fündig. Diesmal war die Speise bei mir etwas einfacher gewählt, Pizza und dazu (später auch darauf) Pommes. Als nächstes stand ein kleiner Spaziergang auf dem Markt auf der Liste. Viel darüber zu berichten gibt es nicht, da dieser auch nicht sonderlich groß war. Ich habe bei mir ein Großes Badehandtuch, eine Hose und ein kleines Glas Honig gekauft. An einem Stand konnte ich mir mein grinsen nicht verkneifen als ich „originale“ Space Wars Figuren und – wahrscheinlich ebenso „originale“ – Angry Birds Plüschtiere erblickte. Der Tag ging auch irgendwann zu ende und wir machten uns auf zu unserem Häuschen.

Tags darauf (Dienstag; 21. Juni) bekamen wir Besuch von einem Hund der irgendjemanden im Ort gehören musste. Dieser war recht zutraulich und blieb auch ein paar Stunden bei uns. Ansonsten hieß es für uns Strand-Fertig machen. An einem nicht weit entfernten (Stein-)Strand und machten es uns dort bequem und hatten natürlich den typischen Touristen-Fehler gemacht: Sonnenbaden. Von ungefähr Mittags blieben wir ca. 6 Stunden am Strand, ein Strand der aus hellen Steinen bestand und nicht wirklich Schatten bot. Dass meine gesunde Computer-Bräune sich in ein Hummer-Rot verändert hatte brauche ich nicht erwähnen, oder? Im Haus wurde es nicht besser; alles hat gebrannt (kompletter Sonnenbrand) und mir wurde schwindelig. Durch den heftigen Sonnenbrand hatte ich zu allem Überfluss auch noch Wasser in den Beinen bekommen. Die Nacht war der reinste Horror, ich konnte nicht richtig liegen und auch die Kopfschmerzen nahmen zu, obendrein kamen dann auch Atemprobleme und Krampfartige schmerzen.

Das Hier mein Auslandsurlaub eigentlich beendet war dürfte jedem klar sein. Die restlichen Tage verbrachte ich im kühlen Haus (mit eingeschalteter Klimaanlage) und jammerte vor mich hin. Ich war froh, dass ich mir nach der Woche Urlaub eine Woche Urlaub genommen hatte, so konnte ich Zuhause noch ein bisschen Entspannen und gesund werden. Aber alles in allem hat es mir Spaß gemacht und ich könnte mir vorstellen, dass im nächsten Jahr die Fahrt wieder anstehen könnte.


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