Erfahrungsbericht: Saints Row 2

Die verbuggten Heiligen!

Ach ja, mal eben in meiner Steambibliothek gestöbert, Saints Row 2 installiert und Festgestellt, dass noch ein Spielstand existierte. Da bot es sich doch auch gleich an diesen auch mal zu vervollständigen… oder nicht? Nach einer Vielzahl an Stunden war es dann endlich soweit, das Ende. Nicht das was ich erwartet hatte aber… lest selbst.

Wer mich auf Steam kennt, weiß wie schwer ich es habe ein Spiel auszuwählen. Meine Bibliothek umfasst derzeit über 500 Spiele, wie ich dazu gekommen bin schreibe ich eventuell mal später auf ;). Endlich kam ich auch mal dazu ein Spiel mal wieder durchzuspielen oder zumindest den Versuch zu starten. Schuld an dem Nicht-Durchspielen ist das Spiel selber. Nach der Installation gab es auch schon die ersten Probleme: es stürzte immer ab!

Ein bisschen Recherche ergab, dass ich nicht der Einzige bin der dies Problem hat. Lösungsvorschläge waren unter anderem in den Einstellungen der .exe-Datei unter „Kompatibilität“ den Punkt „Desktopgestaltung deaktivieren“ auszuwählen; hat natürlich nicht geklappt. Nächster Anlauf war ein Uncut-Patch, welcher ebenfalls das Problem beheben sollte. Das Ergebnis war auch diesmal nicht positiv. Irgendetwas hatte ich dann gemacht und wie durch Wunderhand funktioniert dann auch alles… naja, fast; aber dazu später mehr.

Nach einem kurzen Intro wacht man auf einer Krankenstation im Gefängnis auf und schießt sich den Weg nach draußen frei erstellt seinen Character. Ein kurzer Smalltalk mit dem Zimmernachbarn bringt hervor, dass wir einige Jahre hier schon verweilen. Dies wollen wir natürlich ändern und machen uns gleich auf den Weg Richtung Freiheit. Auf unserem Weg kämpfen wir uns durch das Personal und erhalten auch gleich unsere ersten Waffen durch die Wachen. Im Außengelände bekommen wir es dann noch zusätzlich mit einigen Helikoptern und Polizeifahrzeugen zu tun. Die weitere Flucht erfolgt über das Wasser (Das Gefängnis befindet sich auf einer Insel). Hier gilt es unterwegs Polizeiboote und Helikopter abzuschießen bevor das eigene Boot kaputt geschossen wird.

 

Die Flucht scheint geglückt, aber für uns sieht es alles andere als rosig aus. Unsere Stadt (vermutlich im ersten Teil „erobert“) gehört jetzt jemand anderem und die Gang – die Third Street Saints – hat sich aufgelöst. Es liegt also an uns die Gang wiederzu vereinen und Steelwater nach und nach zurück zu erobern…

Das Saints Row 2 sich stark an GTA orientiert braucht man eigentlich gar nicht mehr zu erwähnen (habe ich jetzt aber dadurch anscheinend trotzdem gemacht – Logik!). Saints Row 2 kam im Oktober 2008 heraus (PlayStation 3, Xbox 360; PC-Version Januar 2009), zwei Monate später – im Dezember – erschien GTA IV für den PC (PlayStation, Xbox 360 April 2008). Dadurch kann ich kurz einen Vergleich ziehen und diesen auch mit hier einbringen.

Unsere Hauptaufgabe ist es, Steelwater zurückzugewinnen; dies geschieht in den teils absurden Hauptmissionen gegen/für die fünf unterschiedlichen Gangs. Da wären die 3rd Street Saints wo wir selbst Mitglied und Anführer sind, die Ronin eine Yakuza-Ähnliche Bande, die Brüderschaft bestehend aus Tätowierten Wrestlern in Monstertrucks, die Söhne von Samedi eine jamaikanisch angehauchte Gruppe und die Ultor Corporation eine ehemalige Klamottenfirma welche ab jetzt die Fäden in Steelwater spinnt. Die Hauptmissionen sind soweit frei anwählbar und erfordern – abgesehen von Bestimmten Ereignissen – lediglich einen Mindestwert an Respekt. Um Respekt-Punkte zu bekommen kann man in diversen Shops neu einkleiden, Stunts mit einem der vielen Fahrzeuge machen oder man erledigt einfach einige kleine Nebenmissionen, so kann man zum Beispiel Auftragsmorde begehen, Autos klauen, die Versicherung betrügen, Amok laufen, und und und… Abwechslung pur!

Steuerung, Optik und Setting, alles kommt einem seltsam vertraut vor. Mit anderen Worten: wer einen 3D Titel von GTA gespielt hat und diesen auch mochte, wird sich hier sicherlich wohlfühlen. Abgesehen von dem offensichtlichen Vorbild macht Saints Row auch sehr viel eigenes. So ist im Gegensatz zu GTA der Humor weitaus stärker und auch überzogener, welches vor allem in den späteren Teilen mehr und mehr zunimmt. Alles in allem kann man soweit sagen, dass Saints Row 2 eine super Alternative zu GTA ist, wären da nicht die offensichtlichen Probleme. So stürzt das Spiel gerne mal in aller Regelmäßigkeit ab, die Frames fallen ohne Grund in den Boden und manchmal regiert die Steuerung bei den Fahrzeugen auch nicht wie es erwartet wird oder Fahrzeuge „verschwinden“ nachdem man sich kurzzeitig weggedreht hat. Am schlimmsten ist aber ein Fehler der mich zum Aufgeben brachte. Recht spät im Spiel funktioniert eine Hauptmission nicht und ermöglicht mir es auch nicht weiter zukommen. Direkt nach starten der Mission heißt es schwarzer Bildschirm und nichts tut sich mehr.

Ob ich Saints Row 2 uneingeschränkt empfehlen kann? Nein! Auch wenn es ein wirklich gutes Spiel ist, hat es seine offensichtliche Mängel und Macken und macht irgendwann keinen Spaß mehr. reingucken lohnt sich, sofern man es günstig im Internet findet, ansonsten kann man auch getrost zum nächsten Teil greifen. Dieser ist in allen Punkten deutlich besser und deutlich abgedrehter als der zweite Teil.


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